INTERVIEW MIT DR. PETER OPDEMOM (CONGSTAR)

    DR. PETER  OPDEMOM – CEO – CONGSTAR Auch die Stimme eines Sponsoren durfte in unserem Whitepaper nicht fehlen. Und genau aus diesem Grund […]

31. Juli 2020

 

 

DR. PETER  OPDEMOM – CEO – CONGSTAR

Auch die Stimme eines Sponsoren durfte in unserem Whitepaper nicht fehlen. Und genau aus diesem Grund haben wir uns mit Dr. Peter Opdemom unterhalten – dem CEO von congstar. Als Tochterfirma der Deutsche Telekom hat das Unternehmen sich entschieden, in einer Vermittlerposition nicht nur die Gaming-Kultur und Historie zu zelebrieren, sondern auch Themen wie Inklusion und Sexismus im Gaming zu adressieren.

 

 

 

Was muss man beachten, wenn man sich eben im Gaming oder im Esports generell engagieren möchte?

Glaubwürdigkeit ist die Überschrift. Man muss einen glaubwürdigen und nachhaltigen Zugang finden zu dieser Community. Und da gibts sehr, sehr viele Anhaltspunkte. Wir unterstützen z. B. eine Initiative, die nennt sich „Gaming ohne Grenzen“. Das ist ein Verein, der sich für Inklusion einsetzt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Herzen der Community zu erreichen und nicht unbedingt das erfolgreichste Esports Team Deutschlands zu finden und zu sponsoren.

 

Wenn du jetzt den Vergleich zum klassischen Sportsponsoring ziehst, welche Vorteile siehst du spezifisch im Esports?

Für unsere Marke gesprochen – ist Fußball ein Sport, der sich über eFootball ja auch sehr gut verlängern lässt. Also ist bei unserem Sponsoring-Engagement eine Evolution möglich und das ist für uns sehr gut. Es gibt ein eFootballteam bei dem Verein, den wir ohnehin unterstützen. Aus unserer Sicht ein „perfect match“.

 

Ist eine Aktivierung im Esports leichter als im klassischen Sport?

Durch die Kreativität der Spiele im Esports ergibt sich ein unglaublich großes Spektrum an Möglichkeiten für Marken sich authentisch zu engagieren. Im herkömmlichen Sport findet man häufig aus der Tradition heraus standardisierte Strukturen. Aber auch hier ist sicher noch viel Potenzial.

 

Hast du ein Best Case im Kopf für eine besonders gelungene Markenaktivierung im Esports?

SAP ist ein prominentes Beispiel. Sie engagieren sich noch nicht so lange, aber mit einem authentischen Zugang. Die Marke ist aus meiner Sicht auch nicht so einfach emotional aufzuladen. Aber über Technologie und Faszination an Technik ist das schon möglich. Sie stehen für Innovation und haben den Hebel gefunden, um über Markenwerte die Interaktion mit dem Spiel selbst zu revolutionieren. Das Engagement beim Team Liquid finde ich schon beeindruckend. Und Turnier Veranstaltungen als Technologiepate sozusagen technisch aufzuwerten, macht auch sehr viel Sinn.

 

Wie wird sich die Gaming- und Esports-Industrie deiner Meinung nach über die nächsten fünf Jahre entwickeln?

Gaming bleibt – und wird immer aufregender. Auch Esports im kommerziellen Sinne wird wachsen. Falls Sponsoringgelder fehlen sollten, wird das Gaming an sich wieder mehr in den Vordergrund rücken – was ich persönlich gar nicht so unsympathisch fände. Wir stehen hier aber noch ganz am Anfang.

Über das, was technisch durch 5G zukünftig möglich wird,  sind wir als Teil der Deutsche Telekom Gruppe natürlich sehr gut informiert. Dadurch können wir uns besser vorstellen, wie über 5G Erlebnisse virtuell und in Echtzeit übertragen werden und wie wir dies für congstar Kunden in Zukunft nutzbar machen können. Das ist insbesondere für Mobile Gaming natürlich hochinteressant. Sicherlich wird es hierbei in Zukunft auch Hybridformen geben und das Thema Virtual Reality immer mehr in den Vordergrund treten. Ob das bedeutet, dass ein Stadion mit Menschen gefüllt wird, die VR-Brillen tragen, oder ob man ein virtuelles und ein reales Fifa Match kombiniert, sei erst einmal dahingestellt. In jedem Falle haben wir noch einiges an Überraschungen vor uns.

 

Hier geht’s zum Whitepaper: „FANS DON’T COME TO WATCH BANNERS!“